Imkerei Thorsten Kern

Westerwald
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Westerwald


In der Printausgabe der Rhein-Zeitung vom 04.01.2001 fragte Marion Dietel(Unnau-Stangenrod):

Warum heißt der Westerwald "Westerwald"
Versetzen wir uns etwa ein Jahrtausend zurück: Erstmals werden in einer Urkunde des Jahres 1048 die Kirchspiele Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch als "Westerwald" (also als "Wald im Westen") bezeichnet. Der oder die Namensgeber müssen folgerichtig östlich dieses Gebiet gelebt haben.Dies war in der Tat das Königsgut Herborn, an der Dill gelegen. Diese Blickrichtung, so erfährt man im "Großen Westerwaldfürer" auf Seite 21, stimmt auch mit der uralten Besiedlungsrichtung von Ost nach West , aus dem hessischen (chattischen) Raum überein. Von hier gesehen, lagen die erwähnten Kirchspiel mit ihrem Wäldern im Westen. Heute zählt die Region überwiegend zum eigentlichen " Hohen Westerwald".
Geschichtlich brauchte es einige Zeit, bis sich der Name "Westerwald" durchsetzte. Etwa vom 15./16. Jahrhundert an wurde der Namensgebrauch über den Bereich hinaus üblich. Im 18.Jahrhundert dehnte man die Bezeichnung auf Landstriche noch weiter westlich aus, bis im 19.Jahrhundert der Rheinabschnitt zwischen Koblenz/Lahnstein und Bergheim bei Bonn als geografische Westgrenze festgelegt wurde. Während Lahr und Sieg als Sü bzw.Nordbegrenzung akzeptiert sind, endet für manche der Westerwald im Osten an der Dill, für andere erst weiter östlich am südwärt fließenden Teil der Lahn. (uk)

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Zuletzt bearbeitet 28.06.2001 von webmaster